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Herstellermacht setzt Preisen zu

Größtes Einzel-Problem der heimischen Automotive-Zulieferer sind die immer kleiner werdenden Margen: „Preise runter, Kosten rauf“ beschreibt einen gefährlichen Trend für viele Unternehmen. Die europäische Automobilindustrie wird durch wenige große und damit marktbestimmende Hersteller charakterisiert. Zur Sicherung der eigenen Wettbewerbsfähigkeit wird diese Marktmacht gegenüber den Zulieferern für dekretierte Preissenkungen eingesetzt, was aus vielen Fällen bekannt ist.
Jüngstes Beipiel sind die im Sommer 2005 von VW-Markenvorstand Wolfgang Bernhard angekündigten Einsparungen von 3 Mrd. € bei Zulieferern. Sie entsprechen Preissenkungen von durchschnittlich 7,5 %. Weil sich die Automobil-Zulieferer stärker als andere Unternehmen auf einen Preiswettbewerb einlassen müssen, ist ihre Zukunftssicherung über Forschung und Entwicklung gefährdet.Es besteht das Risiko, dass künftig keine ausreichenden Mittel mehr für Forschung und Entwicklung zur Verfügung stehen. So liegt die Umsatzrendite (vor Steuern) der Automobilzulieferer mit im Mittel 5, 4 % um knapp einen Prozentpunkt unter der anderer Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes.
Gleichzeitig wachsen bei den Zulieferern die Kosten. Neben den hohen Personalkosten sorgen zunehmend auch Rohstoff- und Energiepreise für deutlichen Auftrieb. Letztere sind beispielsweise bei einem großen Automobilhersteller seit der Liberalisierung der Strommärkte 1998 um 38 % gestiegen. In der Summe dieser Effekte sehen viele Unternehmen eine erhebliche Beeinträchtigung der Wettbewerbsfähigkeit in Südwestfalen.